Und dann kam der Hagel..

Montag, August 05, 2013

Hallo meine Lieben,

wie ihr schon aus dem Titel rauslesen könnte, handelt es sich bei diesem Post um nicht gerade "gute" Nachrichten. ich wollte euch nur mitteilen, warum ich die letzte Woche zu nichts gekommen bin.

Bei mir war die letzte Woche im wahrsten Sinne "Land unter".
Ich wohne in Baden Württemberg in einer schönen Stadt, namens Metzingen. Vor einer Woche brach dort und in der Umgebung der Himmel über uns ein.
Mir war schon unwohl wie der Wind sich drehte und auch anhört. Sowas habe ich zuvor wirklich noch nie erlebt. Der Himmel war in ein Türkis unD Gelb getaucht und sah wie nicht von dieser Welt aus.


Und dann..
kam der Hagel!




Nicht Finger oder Daumen dick, sondern gleich in Tennisballgröße. Ich war mit meiner Eltern gerade nach Hause gekommen und konnte nur noch voller Ehrfurcht das Geschehen mit ansehen.
Zuerst war ich wirklich fasziniert mit einem Hauch von Angst. Das dieses Gewitter einen solchen Schaden mit sich zog, war mir in dem Augenblick nicht bewusst. Die Geräusche waren fast einer Pistole gleich . Als ob man beschossen wird. Jalousien und Rollläden hielten erst stand, brachen aber danach ein bzw. waren durchlöchert. Während des Hagels lief wie aus einer Dusche das Wasser in unseren Wintergarten und das Fiasko nahm seinen Lauf. Während wir fleißig am Wischen und Eimer holen waren, brach unsere Jalousie ein und die Ziegel sowie Dämmung unseres Daches wurden eingeschossen.


Nach 10 Minuten war das ganze Spektakel zu Ende aber das Chaos auf den Straßen, in und auf den Häusern war erst danach ersichtlich. Rolläden waren zerschossen, Fenster waren teilweise eingefallen, Scheiben an Autos eingeschlagen oder durchgerissen, Ampeln waren nichtmehr funktionsfähig, Laub verstopfte die Abwasserrohre und manche Straßen und Keller waren überflutet, Pflanzen aller Art sahen wie zerrupft aus und viele Vögel starben.

Wir waren gleich nach dem Vorfall so auf 200%, dass wir sofort jemanden organisiert haben, der mit uns zusammen das Dach deckt. Meine Eltern halfen fleißig während ich  zu meiner Oma fuhr um Sie zu beruhigen. Dort war nämlich das Dach auch durchgeschossen. Problem war nur, keine Plane und keine Dämmung war zwischen Dachziegel und Balken. Das Wasser lief aus der Esszimmerlampe heiß heraus. Bis Nachts um 24 Uhr habe ich mit meinem Schwager in Spe und meiner Schwester das Dach meiner Oma quasi von innen raus "gedeckt" bzw. notdürftig die Ziegel ausgetauscht.

Bis wir einen Dachdecker hatten, dauerte es allerdings 1 Tag lang. Nur durch Zufall, haben wir einen ergattert... Durch schnelles Handeln hatten wir wirklich Glück! Andere jedoch hatten bis Ende der Woche nicht einmal eine Schutzfolie über dem Dach. Manche Häuser waren nichtmehr bewohnbar und musste evakuiert werden.

Meine Wünsche und Gedanken geht an die, die leider keine solche tatkräftige Unterstützung hatten und dementsprechend auf Hilfe warten müssen. Ich schicke Ihnen viel Mut, starke Nerven und alle Gute.
Diese Ereignis zeigt mal wieder, dass schnelles Handeln und Menschen auf die man sich verlassen kann, unersetzbar sind. Ohne diese Hilfe, würde wir jetzt auch in einem Haus wohnen, welches bestimmt zur Hälfte nicht bewohnbar wäre.

Weiteres könnt ihr auch unter folgendem Artikel lesen.
http://www.baumeister.de/blog/wohnen-extrem-architektur-der-verwuestung.html

Ich hoffe euch geht es gut und euch wird und ist sowas noch nicht passiert.

Ich wünsche euch noch einen schönen und entspannten Abend!


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