Fleisch... Was ist das nochmal? - Sind wir alle nun Möchtegern Veggies?

Montag, April 15, 2013

Hallo meine lieben
Fleischesser
Veggies
Veganer
oder auch Fall-Obst-Fanatiker (Frutarier)

bittet nehmt es mir nicht übel, aber ich will hier nur alle reihum auf die Schippe nehmen.
Im Moment könnte man das "I wanna be a Veggie!" auf nahezu alle Zeitschriften, Kleidungsstücke, Tapeten, Hauswände oder auch Autos schreiben, kleben oder eben beides zusammen.
Ich will nun nicht die Prinzipien aller Nahrungsjünger offen legen oder explizit darauf eingehen. Ich glaube damit würde der Post ins Unermessliche wachsen, wie ein Geschwulst, und das wollen wir alle, besonders IHR bestimmt nicht.



Ich gebe es ja zu, ich könnte meinen Lebensstil durchaus ändern. Ich lebe zwar bewusst, achte darauf so wenig "Fremdstoffe" (also alles was mit Glutamat, Farb-Geschmacks-Geruchsstoffe, Haltbarkeitstiffen etc) zu mir zu nehmen aber Besserungsbedarf gäbe es da schon. Für mich ist es nicht gerade schwer, mich gesund zu ernähren, denn ich bin so gut wie kaum mit Fertignahrung aufgewachsen und bin wirklich sehr dankbar dafür. Meine Mutter und meine Großmutter (mütterlicherseits) haben immer stets darauf geachtet so gut wie keine Fertigprodukte zu kochen. Die Fleischbrühe aus dem Glas war schon einen Ausnahme, ich denke ihr bekommt im Ungefähren ein Bild davon. Es wurde immer alles frisch gekauft und gekocht. Diese Einstellung habe ich automatisch übernommen und ehrlichgesagt, geschmeckt hat es mir wirklich nicht, wenn ich z.B. eine fertige Tomatensuppe gegessen habe (also mal ehrlich, Tomate schmeckt auch anders!). Eier kamen immer von meiner Oma, denn Sie hielt immer eigene Hennen die glücklich im Stall herumsprangen und, haltet euch fest, sich nicht gepickt haben. Das Fleisch wurde ausschließlich (bis auf manche Ausnahmen) beim Metzger unseres Vertrauens geholt und gegessen. Mein Fleischkonsum hat sich die letzten Monate/Jahre auch dementsprechend verringert und ich fühle mich eigentlich ganz gut damit.


Das Bewusstsein, besonders für Lebensmittel, ist in der letzten Zeit nahezu explodiert. Egal wo man hinsieht, alles ist Bio, freundlich zur Erde und im Anbau total freundlich. (ich hoffe ihr bemerkt den Sarkasmus..). Was mich besonders fasziniert ist der Veggie Hype bzw. Vegan-Hype. Oder Moment ist Veggie= Vegan oder doch Vegetarisch?!
Unabhängig davon ist genau diese Bewegung nicht nur im Internet, also auf YouTube oder Blogs zu sehen, sondern auch in meinem direkten Umfeld.
Die Gründe, warum dies so ist, weiß ich durchaus und glaubt mir, ich kann es verstehen. Die Massentierhaltung, der Umgang mit den Tieren ist beschämend für uns Menschen. Eigentlich könnte man sagen es erschreckt mich zu tiefst. Es ist schrecklich zu sehen, wie Tiere gehalten werden, nur um den besten Profit zu erhalten (obwohl man sich gleichzeitig denkt, ob dem wirklich so ist..).
Aber was ich mich dann Frage ist, warum nicht einmal der Blickwinkel der Pflanzen betrachtet wird. Ich weiß, hört sich banal an, aber warum wird ein Tier über die Natur gestellt. Na, klingels? Die Argumentation der Veganer hakt nämlich etwas. Denn so betrachtet wird die Pflanze als minderwertiges "Gut" betrachtet so nach dem Gouston "ist von Anfang an da und bleibt bis zum Schluss". Das Sterben der Natur beeinflusst uns nicht? Naja wenn Sie es nicht gäbe, was essen dann die Tiere und vor allem, was essen wir dann?! Im Winter Himbeeren aus Marokko oder auch Ägypten, voll mit Pestiziden, zusammenhängender Verschwendung von Wasser durch die Wässerung von Wüstengebieten, Transportwege die nicht nur uns sondern allen schaden.
Viele schreien jetzt "Ja aus dem Winkel kann man alles betrachten und schlecht reden", meine Antwort dazu ist, "betrachtet mal das Ganze". Viele versuchen sich immer wahlweise "Stücke" aus einem Ganzen zu fischen, ohne alles zu betrachten. Das verwischt nicht nur das ganze Bild sondern verschlechtert auch das Lösen der ganzen Misere, die wir uns alle zusammen eingebrockt haben.

Was ich damit sagen will, wenn man mit einem anfängt, sollte man auch bis zum Schluss weitermachen und nicht auf dem Weg plötzlich anhalten und sich hinsetzen. Wenn Ihr der Natur etwas Gutes tun wollt, dann esst regionale Produkte, die ohne Pestizide und auch Dünger produziert werden. Gute Metzger oder auch Bauern auf dem Markt können euch sagen, woher das Fleisch oder die Rübe kommt.

Ich wollte niemanden damit auf den Schlips treten, aber diesen Eindruck musste ich einfach mal loswerden. Und denkt daran, das Leben ist (nunmal) lebensgefährlich ;)

Ich wünsch euch noch einen tierischen/pflanzigen Tag.


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2 Kommentare

  1. Mich nerven diese Teilzeit-Veggies total...wenn man es aus Überzeugung ist, respektiere ich das total. Aber wer da nur mitmacht weil es gerade Trend ist soll es am besten gleich wieder lassen. Dein text ist aber toll geschrieben und gefällt mir recht gut. =)

    Liebe Grüße

    Julchen
    http://iamjulchen.blogspot.de/

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